← Alle Geschichten

Gemeinschaft & Teilen

Feli und die Decke aus vielen Stücken

Für ein Picknick fehlt eine große Decke. Feli näht mit anderen aus kleinen Resten etwas Gemeinsames.

  • ab 5 Jahren
  • 8 Minuten
  • Lesestufe 2
  • Gemeinschaft & Teilen

Wie möchtet ihr lesen?

Kurze Abschnitte und eine gut lesbare Schrift helfen dir beim Selbstlesen.

Feli und eine Freundin nähen in warmem Licht eine bunte Picknickdecke aus Stoffstücken.
Eine Geschichte zum Entdecken und gemeinsamen Erzählen.
Bereit?Vier kurze Kapitel und Fragen für danach.
Geschichte beginnen

HEUTE IN DER GESCHICHTENWELT

Feli und die Decke aus vielen Stücken

Kapitel 1 von 4

Zu viele kleine Decken

Für das Nachbarschaftspicknick brauchten Feli und ihre Freundin Amira einen Platz für alle. Im Schrank fanden sie nur kleine Decken. Auf einer saßen höchstens zwei Personen, auf der anderen war ein Loch. „Wir können die Tische zusammenschieben“, schlug Amira vor. Aber Feli mochte die Idee, auf der Wiese zu sitzen. In einer Kiste entdeckte sie Stoffreste: kariert, geblümt, gestreift, manche ganz weich. Ihre Mutter nähte gern. „Könnten wir daraus eine große Decke machen?“, fragte Feli. Mutter sah auf die Uhr. „Wenn wir zusammenarbeiten und nur einfache Nähte machen, schaffen wir vielleicht einen Anfang.“

Kapitel 2 von 4

Jedes Stück hat eine Geschichte

Sie legten die Stoffe auf dem Boden aus. Amira wählte ein blaues Stück von einem alten Hemd ihres Bruders. Feli nahm einen gelben Rest vom Vorhang ihrer früheren Küche. Nach und nach kamen Nachbarn vorbei. Einer brachte ein grünes Stück, eine andere einen roten Streifen. Nicht jeder wollte, dass sein Stoff in die Decke kam; manche schauten nur zu. Feli fragte jedes Mal, ob sie das Stück wirklich verwenden dürfe. Die Kinder ordneten die Farben, während Mutter und ein Nachbar an der Maschine nähten. Feli durfte gerade Nähte üben, nachdem Mutter ihr gezeigt hatte, wie sie die Finger sicher hielt.

Ein Nachbar brachte ein Stück Stoff, das ihm sehr wichtig war. Er wollte es erst zeigen, dann doch behalten. Feli sagte: „Natürlich.“ Sie legte es ihm zurück in die Hand. Amira fand einen anderen Rest mit einer ähnlichen Farbe. So blieb die Stelle im Muster nicht leer. Feli verstand, dass gemeinsames Gestalten nur schön war, wenn jeder über seine eigenen Dinge entscheiden durfte.

Kapitel 3 von 4

Eine Ecke fehlt noch

Am Abend war die Decke fast fertig. In einer Ecke fehlte ein Quadrat. Feli wollte irgendeinen Stoff hineinsetzen. Amira hielt sie auf. „Dort sollte etwas hin, das wir heute zusammen gemacht haben.“ Sie fanden ein unbenutztes helles Stück und malten mit Stoffstiften kleine Kreise darauf. Jeder Besucher durfte einen Kreis ergänzen. Manche wurden groß, manche winzig. Feli malte einen Apfel, der ein wenig wie ein Kreis aussah. Als die Farbe trocken war, nähte Mutter das Stück ein. Die Decke war nicht ganz gerade. An den Rändern sprangen mehrere Farben vor. Feli legte sich probeweise darauf und zählte genug Platz für viele Füße.

Kapitel 4 von 4

Picknick auf der Wiese

Am nächsten Tag trugen Feli und Amira die Decke auf die Wiese. Sie war groß genug für die Schalen und für einige Menschen. Wer keinen Platz fand, legte eine kleine Decke daneben. Bald sah der ganze Rasen wie ein buntes Muster aus. Feli entdeckte das blaue Hemdstück und erzählte Amira, an wen es sie erinnerte. Andere zeigten ihre Stücke. Ein Kind fragte, ob es später auch einen Kreis malen dürfe. „Für die nächste Ecke“, sagte Feli. Sie wusste schon, dass es noch einmal eine Decke geben konnte. Das Picknick brauchte nicht nur ein großes Stück. Es konnte aus vielen kleinen Plätzen bestehen.

NACH DER GESCHICHTE

Was denkt ihr?

Es gibt keine falschen Antworten. Auch „Ich weiß es noch nicht“ ist völlig in Ordnung.

  1. Woher kamen die Stoffstücke?
  2. Warum hat Feli vor dem Verwenden gefragt?
  3. Was könntest du mit anderen aus Resten machen?

Mehr Geschichten entdecken

Alle Geschichten ansehen