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Freundschaft & Fantasie

Kiki und der Briefkasten im Apfelbaum

In einem Baum entdeckt Kiki einen winzigen Briefkasten. Ein unbekannter Gruß führt zu einer neuen Freundschaft.

  • ab 5 Jahren
  • 8 Minuten
  • Lesestufe 2
  • Freundschaft & Fantasie

Wie möchtet ihr lesen?

Kurze Abschnitte und eine gut lesbare Schrift helfen dir beim Selbstlesen.

Kiki entdeckt zwischen bunten Herbstblättern einen kleinen Briefkasten im Apfelbaum.
Eine Geschichte zum Entdecken und gemeinsamen Erzählen.
Bereit?Vier kurze Kapitel und Fragen für danach.
Geschichte beginnen

HEUTE IN DER GESCHICHTENWELT

Kiki und der Briefkasten im Apfelbaum

Kapitel 1 von 4

Post im Baum

Kiki sammelte Äpfel im Garten ihrer Tante. Zwischen zwei Ästen entdeckte sie ein winziges Holzkästchen mit einem Schlitz. „Ein Briefkasten für Vögel?“, fragte sie. Ihre Tante wusste nichts davon. Im Kasten lag ein gefaltetes Blatt. Darauf war ein roter Apfel gemalt und darunter stand: „Für jemanden, der genau hinschaut.“ Kiki sah sich um. Niemand war da. Sie steckte das Blatt nicht ein. Stattdessen holte sie Papier und malte einen grünen Apfel als Antwort. „Wer wohnt hier?“, schrieb sie dazu. Sie legte die Nachricht in den Kasten und wartete. An diesem Nachmittag kam keine Antwort.

Kapitel 2 von 4

Ein geheimnisvoller Montag

Am Montag besuchte Kiki die Tante wieder. Im Briefkasten lag ein Blatt mit einer blauen Leiter und einem kleinen Pfeil. „Hinter dem Schuppen“, stand darunter. Kiki ging mit ihrer Tante dorthin. Hinter dem Schuppen lehnte tatsächlich eine blaue Leiter, aber niemand stand daneben. Oben auf der Leiter hing ein weiterer Zettel: „Ich bin oft hier, wenn du in der Schule bist.“ Kiki schaute in die Nachbargärten. Sie wollte die unbekannte Person nicht erschrecken. „Wir können einen Treffpunkt vorschlagen“, sagte die Tante. Kiki schrieb: „Samstag nach dem Mittagessen am Apfelbaum. Wenn du magst.“ Sie legte den Zettel hinein.

Als Kiki die Einladung geschrieben hatte, fragte sie ihre Tante, ob ein Treffen mit einer unbekannten Person im Garten in Ordnung sei. Die Tante sagte ja, solange sie dabei war. Kiki schrieb deshalb auch auf den Zettel: „Meine Tante ist da.“ Sie wollte offen sein, ohne heimlich zu werden. Danach stellte sie zwei Gläser Wasser auf die Bank und wartete nicht den ganzen Tag am Baum.

Kapitel 3 von 4

Zwei Äpfel

Am Samstag saß Kiki auf der Gartenbank. Sie hatte zwei Äpfel dabei, einen roten und einen grünen. Ein Junge kam durch das Gartentor. Er hieß Sami und wohnte nebenan. Seine Familie hatte den Briefkasten im Sommer gebastelt. „Ich dachte, niemand findet ihn“, sagte er. Kiki zeigte ihm den ersten Zettel. Sami wurde rot. „Ich wollte nur jemandem einen Gruß schicken.“ Kiki gab ihm einen Apfel. Sie erzählten einander von Dingen, die sie gern zeichneten: Sami mochte Leitern und Häuser, Kiki Tiere und Bäume. Bald lag zwischen ihnen ein ganzer Stapel kleiner Bilder.

Kapitel 4 von 4

Ein Kasten für viele

Kiki und Sami beschlossen, den Briefkasten zu behalten. Sie befestigten ein kleines Schild daneben: „Bilder und Grüße willkommen.“ Die Tante half ihnen, das Schild so hoch zu hängen, dass Kinder es erreichen konnten. Am nächsten Wochenende lag ein Blatt mit einer Katze im Kasten. Niemand wusste, von wem es war. Das machte Kiki nichts aus. Sie malte eine Katze mit einem Apfel auf dem Kopf zurück. Wenn die unbekannte Person Lust hatte, konnte sie irgendwann ihren Namen dazuschreiben. Wenn nicht, blieben die Bilder trotzdem ein Gespräch. Der Apfelbaum raschelte über ihnen, als würden seine Blätter leise mitlesen.

NACH DER GESCHICHTE

Was denkt ihr?

Es gibt keine falschen Antworten. Auch „Ich weiß es noch nicht“ ist völlig in Ordnung.

  1. Was hat Kiki im Baum gefunden?
  2. Wie hat sie Sami eingeladen, ohne ihn zu drängen?
  3. Wem würdest du einen kleinen Gruß schicken?

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